IQ-Tabelle nach Alter: warum der Mittelwert immer 100 ist
Der durchschnittliche IQ liegt in jedem Alter bei 100, weil IQ-Tests altersnormiert sind: Jede Person wird nur mit Menschen ihres eigenen Alters verglichen. Eine Tabelle, in der Zwanzigjährige im Schnitt 107 und Rentner 93 erreichen, beschreibt keinen standardisierten Test. Was sich über die Lebensspanne tatsächlich verändert, sind die Fähigkeiten unter dem Wert.
IQ-Tabelle nach Alter
| Alter | Mittelwert | Bereich von etwa 68% | Was sich an der Rohleistung ändert |
|---|---|---|---|
| 6–17 | 100 | 85–115 | Schneller Zuwachs in fast allen Bereichen |
| 20–29 | 100 | 85–115 | Tempo und fluides Denken auf dem Höhepunkt |
| 30–49 | 100 | 85–115 | Wissen wächst, fluides Denken lässt langsam nach |
| 50–69 | 100 | 85–115 | Wortschatz und Allgemeinwissen am höchsten |
| ab 70 | 100 | 85–115 | Breiterer Rückgang, sehr große individuelle Unterschiede |
Wer eine Tabelle sucht, die einem IQ-Wert eine Einstufung zuordnet — durchschnittlich, überdurchschnittlich, hochbegabt —, findet sie auf der Seite zur IQ-Skala. Warum der Mittelwert überhaupt bei 100 liegt, erklärt der Artikel zum durchschnittlichen IQ.
Warum der Mittelwert in jedem Alter 100 ist
Bei der Normierung wird die Stichprobe in Altersgruppen geteilt, und jede Gruppe erhält ihre eigene Umrechnung von Rohpunkten in IQ-Werte. Die durchschnittliche Person jeder Gruppe landet damit bei 100. Früher war das anders: Der ursprüngliche IQ war tatsächlich ein Quotient aus Intelligenzalter und Lebensalter mal 100 — ein zehnjähriges Kind mit der Leistung eines typischen Zwölfjährigen kam auf 120. Für Erwachsene ergibt diese Formel keinen Sinn; sie wurde durch den Abweichungs-IQ mit Standardabweichung 15 ersetzt.
Wie sich die Fähigkeiten wirklich verändern
Die Auswertung von Hartshorne und Germine (Psychological Science, 2015) mit zehntausenden Teilnehmenden zeigt keinen einzelnen Höhepunkt: Verarbeitungsgeschwindigkeit um 18 bis 20, Arbeitsgedächtnis zwischen 25 und 35, das Erkennen von Gefühlen anderer mit 40 bis 50, Wortschatz um 60 bis 70. Dahinter steht der Unterschied zwischen fluider und kristalliner Intelligenz. Viele dieser Daten vergleichen verschiedene Generationen im selben Jahr, was den Rückgang überzeichnet; Längsschnittstudien finden ihn später und flacher.
Kinder und Stabilität über das Leben
Bei Kindern vergleicht der WISC-V, in Deutschland mit deutschen Normen erschienen, ein Kind mit Gleichaltrigen in Stufen von wenigen Monaten; Werte vor dem sechsten Lebensjahr sagen den späteren IQ nur schwach vorher. Mehr dazu unter IQ-Test für Kinder. Im Erwachsenenalter ist die Rangposition erstaunlich stabil: In der Nachuntersuchung des Scottish Mental Survey von 1932 lag die Korrelation zwischen 11 und 77 Jahren bei 0,63 (Deary und Kollegen, Intelligence, 2000). Bewegung, Herz-Kreislauf-Gesundheit, Schlaf und soziale Kontakte sind die am besten belegten Schutzfaktoren — siehe IQ steigern.
Der Test von IQ Revealed ist für Erwachsene ab 18 Jahren gebaut und normiert, liefert eine Schätzung und ersetzt keine psychologische Untersuchung.
IQ Revealed steht in keiner Verbindung zu Pearson oder einem anderen Verlag der genannten Verfahren und führt diese weder durch noch wertet sie aus.
Häufige Fragen zum IQ nach Alter
Wie hoch ist der durchschnittliche IQ nach Alter?
In jedem Alter 100. IQ-Tests sind altersnormiert: Der Wert vergleicht eine Person nur mit Menschen desselben Alters. Deshalb liegt der Mittelwert eines Zehnjährigen, einer Dreißigjährigen und eines Fünfundsiebzigjährigen in der jeweiligen Gruppe bei genau 100.
Sinkt der IQ im Alter?
Der IQ-Wert selbst bleibt meist recht stabil, weil er immer relativ zur eigenen Altersgruppe ist. Was sich verändert, sind die Rohleistungen: Verarbeitungsgeschwindigkeit und das Lösen neuer Probleme erreichen um die 20 ihren Höhepunkt und lassen langsam nach, Wortschatz und Wissen wachsen bis ins sechste Lebensjahrzehnt weiter.
Warum zeigen manche Tabellen unterschiedliche IQ-Werte je Alter?
Weil sie Rohleistung und IQ verwechseln. Die Rohleistung ändert sich im Laufe des Lebens tatsächlich; der IQ wird dagegen in jeder Altersgruppe neu berechnet, damit der Mittelwert bei 100 bleibt.
Gibt es eine eigene IQ-Tabelle für Kinder?
Nein. Auch bei Kindern liegt der Mittelwert bei 100, etwa 68% liegen zwischen 85 und 115. Kindertests wie der WISC-V vergleichen ein Kind mit Gleichaltrigen in Altersstufen von wenigen Monaten.
Und wo stehen Sie in Ihrer Altersgruppe?
Der Test ist kostenlos — 40 Matrizenaufgaben, etwa 15 Minuten. Der vollständige Bericht mit Punktwert und Perzentil ist Teil der Mitgliedschaft.
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